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3) Funktion und Gestaltung der Ironie

Der Schriftsteller Hermann Hesse gestaltet Ironie durch verschiedene Methoden.

Eine Methode ist, dass er Kontraste in der Geschichte bis ins letzte Detail ausführt. Zum Beispiel freundet sich Hans Giebenrath mit Hermann Heilner an. Die beiden Jungen sind sehr unterschiedlich. Und diese Unterschiedlichkeit gestaltet Hesse aus. Hans Giebenrath ist ein sehr leistungsstarker Junge und erledigt auch alles brav, was von ihm erwartet wird. Hermann Heilner dagegen genießt lieber das Leben, indem er dichtet und Violine spielt. Er macht Schule eher nebenher. Er ist auch ein wenig rebellisch im Gegensatz zu Hans Giebenrath.

Oder der Autor setzt ganz viele unterschiedliche Typen zusammen in ein Zimmer: zusammen mit dem lebensfreudigen Hermann Heilner einen „Schlägertypen“, einen Streber, eine Person, die stirbt, und eine sehr unscheinbare Person. Diese verschiedenen Charaktere würden sich in Wirklichkeit wahrscheinlich nie freiwillig zusammenfinden.

Durch diese Kontraste haben viele Situationen etwas Lustiges.


Eine andere Methode, die zur Ironie beiträgt, ist, dass Hesse alles sehr genau beschreibt und hierbei starke Bilder verwendet. Zum Beispiel nennt er Emil Lucius, einen Mitbewohner von Hans Giebenrath, einen „sehr stillen Kauz“. Die Bilder enthalten oft wertende Elemente. So nennt Hesse in demselben Satz den „sehr stillen Kauz“ auch „Geizkragen“ und „Egoist“.

Dadurch, dass Lustiges mit starken Wertungen verbunden ist, lässt der Leser sich eher auf die Wertungen von Hesse ein.


Hesse schreibt immer aus einer distanzierten Perspektive. Er spricht in der dritten Person Singular über die Gefühle und Gedanken der Personen, selten sprechen sie selbst darüber.

Hesse schreibt auffallend oft, dass „man“ etwas macht. Beim Leser entsteht ein Bild von Leuten, die nur in der Gruppe auftreten und keine eigene Meinung haben. Es scheinen alles Mitläufer zu sein. Hierbei wird Hesse zu einer großen Macht im Hintergrund. 


6.6.08 16:02


2) Beschreibe Hans Giebenraths Entwicklung in Maulbronn als Prozess von Selbstfindung und Selbstentf

 

Während seines Aufenthalts im Klosterinternat Maulbronn entwickelte sich Hans Giebenrath persönlich weiter.

Als Hans Giebenrath ins Internat kam, war er noch sehr scheu, wenn er Fremden begegnete. Doch dadurch, dass er Hermann Heilner kennenlernte, machte er eine für ihn ganz neue Erfahrung, was Freundschaft bedeuten kann. Sie wurde für ihn sehr wichtig.

Vor seiner Zeit im Internat war er ein fast „leistungssüchtiger“ Junge, der keine Freizeit genoss. Er lernte rund um die Uhr verschiedene Sprachen oder Formeln. Im Internat dagegen lästerte er sogar über einen Zimmerkameraden, der jeden freien Moment nutzte, um zu lernen. Er selber führte gerne Gespräche mit seinem Freund Hermann Heilner, was ihn zum Nachdenken über sich und sein Lernverhalten führte.

Im Internat traf Hans das erste Mal auf andere Jungen einer höheren Schicht. Er wunderte sich sehr über deren Verhalten, war sogar manchmal entsetzt darüber. So schockierte es ihn, wie schlecht Hermann Heilner mit seinem Atlas umging. Ihm wurde deutlich, dass es ihm wichtig ist, sein Eigentum pfleglich zu behandeln.

6.6.08 15:45


1) Charakterisiere die Beziehung von Hans Giebenrath zu Hermann Heilner! Welche unterschiedlichen St

Hans Giebenrath lernt auf dem Internat Hermann Heilner kennen. Zuerst schaute Hans etwas skeptisch auf Hermann herab. Er beschrieb, dass Hermann ein auffallender Mensch sei, der viel redet und für sein Leben gerne dichtet. Oft zog Heilner sich an einen schönen Ort zurück und schrieb seine Gedanken auf. Er besaß eine Violine, die er sehr liebte und fast in jeder freien Minute spielte.

Hans Giebenrath wurde mit Hermann Heilner zusammen in ein Zimmer eingeteilt. Dabei nahmen sich Giebenrath und Heilner mehr wahr.

Hans stellte ein ungewöhnliches Verhalten bei Heilner fest. Zum Beispiel geriet Hermann mit Otto Wenger in einen Streit, der dann auch schnell zum Zweikampf ausartete. Doch auf einmal ließ er seinen Gegner los, stellte sich hin und sagte: „Ich mache nicht weiter – wenn du willst, dann schlag zu.“ Danach fing er an zu weinen, umzingelt von vielen Schülern.

Später suchte Hans Giebenrath ihn auf, um mit ihm zu reden und ihn zu trösten. Danach war die Freundschaft wesentlich intensiver.

5.6.08 16:38


6.6.08 23:18


Mittel der Konfliktdarstellung?

Hermann Hesse verwendet als zentrales Mittel der Konfliktdarstellung die Beschreibung von Gegensätzen und Kontrasten.

Zum Beispiel beschreibt er ausführlich das schlechte Gefühl und den inneren Konflikt, den Hans Giebenrath nach seinem Examen hatte. Er war sich sicher, durchgefallen zu sein und ärgerte sich über sich selbst. Als er dann aber später das Ergebnis seines Examen erfährt, ist seine Freude dafür doppelt so groß. Er besteht nämlich das Examen als Zweitbester.

Hesse stellt Hans Giebenrath auch mit einem seiner Mitstreiter gegenüber. Während dieser aus der Großstadt Ulm kommt, ist ein kleines Dorf im Schwarzwald die Heimat von Hans; während der Ulmer mit zwölf Anderen aus seiner Schule zu dem Examen kommt, tritt Hans Giebenrath als einziger aus seinem Dorf an; während der Ulmer sich sicher ist, dass er unabhängig vom Examensergebnis aufs Gymnasium gehen wird und später studieren gehen wird, ist der Vater von Hans dagegen, dass sein Sohn das Gymnasium besucht. Er lehnt die Frage seines Sohnes sogar mit Entsetzen ab.

Bereits die ersten beiden Kapitel konstruiert Hermann Hesse kontrastreich. Im ersten Kapitel beschreibt der Autor den Stress, den Hans bei der Examensvorbereitung hat; im zweiten Kapitel dagegen lässt Hesse Hans dagegen die Freiheit genießen.

28.5.08 22:40


Rolle von Schuhmacher Flaig?

Der Schuhmacher Flaig spielt eine wichtige Rolle in „Unterm Rad“. Flaig ist nämlich die einzige Person, die Hans Giebenrath bremsen möchte, zu viel zu lernen. Alle andern Charaktere motivieren oder drängen ihn zu mehr Arbeit. Zwei Jahre zuvor haben sich Hans Giebenrath und Meister Flaig sogar noch regelmäßig abends getroffen, um sich zu unterhalten. Doch da Hans nun mehr für das bevorstehende Landesexamen lernen muss, gibt es nicht mehr genug Zeit sich zu treffen. Darunter leidet diese Beziehung sehr.

28.5.08 22:38


Die Erzieher: Einfluss von Elternhaus und Schule?

Hans Giebenraths Mutter ist schon kurz nach der Geburt von Hans gestorben. So ist Hans als Einzelkind bei seinem Vater aufgewachsen. Dieser unterstützt ihn sehr bei seinem Lernen. Er fährt sogar mit ihm nach Stuttgart zun Landesexamen, dass Hans unbedingt schaffen möchte.

Wie sein Vater halten auch die Lehrer und der Schuldirektor Hans Giebenrath für hochintelligent. Sie unterstützen Hans auch vor dem Hintergrund, dass seine Leistungen sehr positiv auf das Image der Schule auswirken. So fördern sie ihn auch noch zusätzlich zum normalen Unterricht.

Auch die Mitschüler anerkennen die besonderen Leistungen von Hans, dennoch kommt es zu keinen Freundschaften, denn Hans hat keine Zeit.

Da Hans Giebenrath so viel Anerkennung für seine Leistungen bekommt, kommt er in eine Situation, in der er Tag und Nacht nur lernt.

28.5.08 22:37


Die Kleinstadt: Bürgertum (Philister) contra Außenseiter (Charakterisierung)

Hans Giebenrath wächst in einem Dorf im Schwarzwald auf. Die Dorfbewohner kennen sich alle untereinander. Sie sind sich in allem einig, was wichtig im Leben ist: Man versteht sich als sehr christlich. Man hat keinen großen Reichtum, muss aber auch nicht Hunger leiden. Als Bauer oder als Handwerker hat man genug zum Leben.

Nur wenige haben es geschafft, einen höheren Schulabschluss zu erreichen, um dann als Beamte zu arbeiten. Sie haben damit gegenüber der Mehrzahl der Bewohner eine Außenseiterposition. Sie werden von den anderen Dorfbewohner als "Protzen" beschimpft.

Am anderen Rand der Bevölkerung stehen die ärmeren Leute. Diese werden von den meisten Dorfbewohnern "Hungerleider" gerufen.

28.5.08 22:36


Verhältnis Vater-Sohn?

Der Vater von Hans Giebenrath ist ein sehr strenger Mann. Hans erzählt, dass er von ihm sogar einmal geschlagen worden ist, als er seine Sonntagskleidung verschmutzt hatte.

Der Vater ist auch sehr konservativ. Er möchte zum Beispieil auf gar keinen Fall, dass sein Sohn aufs Gymnasium geht; denn es ist in dem Dorf nicht üblich, aufs Gymnasium zu gehen.

Ständig drängt der Vater seinen Sohn zum Lernen, um ein gutes Examen zu schaffen. Als Hans nach dem Examen seinem Vater von seinem Gefühl erzählt, dass er durchgefallen sei, wird sein Vater sehr zornig und "ungemütlich". Als Hans wider Erwarten das Examn bestanden hat und sogar als Zweitbester, zeigt sich sein Vater richtig großzügig: Er schenkt ihm zum Beispiel Geld, um sich ein gutes Angelmesser zu kaufen, was er für sein geliebtes Hobby braucht. Hier zeigt der Vater, dass er sich auch in seinen Sohn hineinfühlen kann.

Es gibt keine Szene, bei der der Sohn dem Vater widerspricht oder sich dem Vater widersetzt. Er lässt sich von dem Vater antreiben und lenken.  

28.5.08 22:36


Lebenskonflikt von Hans Giebenrath?

Hans Giebenrath ist ein hochintelligenter Schüler. Dieser arbeitet in dem Roman "Unterm Rad" wie besessen. Er möchte unbedingt das Landesexamen bestehen.

Hans wird von allen bis auf den Schuster Flaig sehr unterstützt, aber auch gedrängt, für dieses Examen ununterbrochen zu lernen. Hans macht das auch mit, doch am Tag vor der Examensarbeit, merkt er, dass er "Heimweh" hat nach dem freien Leben, wie er es noch zwei Jahre zuvor gelebt hat. Er erinnert sich daran, dass er zwei Hasen hatte, die er immer pflegen musste... Er denkt auch an einen alten Schulfreund namens August, mit dem er viel gespielt und erlebt hat.

Diese Erinnerungen lösen bei Hans einen Wutanfall aus. Er zerstört seine Erinnerungsstücke an die Vergangenheit.

Er ist völlig zerrissen. Eigentlich will Hans wieder so leben wie damals, doch auf der anderen Seite will er unbedingt das Landesexamen bestehen.

28.5.08 22:31


Kurzbiographie

1877 Hermann Hesse wurde am 2. Juli in Calw (Wüttemberg) geboren.

1890-1891 Er besucht die Lateinschule in Göppingen

1891-1892 Er machte ein Seminar im evangelischen Kloster Maulbronn

1892 Er flieht aus dem Seminar

1892-1893 Er besucht das Gymnasium in Bad Cannstatt

1893-1894 Er arbeitet als Gehilfe für seinen eigenen Vater

1894-1895 Er macht eine Mechanikerlehre in einer Uhrenfabrik in Calw

1895-1898 Er macht eine Buchhändlerlehre in Tübingen

1899 Romantische Lieder. Eine Stunde hinter Mitternacht

1899-1903 Reisen durch die Schweiz

1901 Erste Italienreise

1902 Tod der Mutter. Gedichte

1905 Geburt des Sohnes Bruno

1906 Unterm Rad

1907-1957 Er schreibt viele Romane und andere Schriftwerke. Außerdem arbeitete er bei verschiedenen Unternehmen

1962 Er stirbt am 9. August

26.5.08 22:17


Gedanken über den Titel

Wir haben uns überlegt, warum Hermann Hesse wohl den Titel "Unterm Rad" für sein Werk ausgesucht hat und an woran man bei diesem Titel denkt...

 


26.5.08 16:03





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